auf Räumen“ – Phase 1

Eine performative Wohnungsbegehung von und mit Ruth Geiersberger, Simon Spehr, Dietrich Kuhlbrodt, Klaus Janek und Gästen über unerbittliche Fragen ohne Antworten „auf Räumen“ ist ein zweiteiliges Projekt, in dessen Mittelpunkt das Fragen steht: Fragen an sich selbst, an einen anderen, an Gott und die Welt. Antworten dürfen ausbleiben.

Presseinfo

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auf Räumen“ – Phase 2

Klang- und Raumverrichtung von und
mit Ruth Geiersberger, Dietrich Kuhlbrodt,
Klaus Janek und Simon Spehr
Gästebetreuung: Judith Hummel
Mitdenkerin: Beate Zeller | diverse Passanten

auf Räumen ist ein zweiteiliges Projekt, in dessen Mittelpunkt das Fragen steht: Fragen an sich selbst, an einen anderen, an Gott und die Welt. Antworten dürfen ausbleiben. Nach der Prozessphase im Juli 2017 in einer leerstehenden Münchner Wohnung komprimiert auf Räumen im Theater HochX das gesammelte Material bis zur Auflösung.

„Wir kommen einander näher. Bald werden wir uns berühren können (….) Bringen wir die ganz Jungen und die ganz Alten zusammen. Sie interessieren sich füreinander.“ (John Cage im Gespräch mit Daniel Charles)

Fotoarbeiten: Severin Vogl | Dank an das TamS für Dinge. Medienbetreuung: Pfau PR, Tel. 089 / 48 920 970, info@pfau-pr.de

mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der LH München

 

über ge setzt —

Eine performative Konzert-Installation
über Kommunikation und (Miss) Verstehen

Von und mit Ruth Geiersberger (Verrichtungen),
Martina Koppelstetter (Gesang),
Masako Ohta (Klang)
Severin Vogl (Video)

Musik Kompositionen von Nikolaus Brass | Lieder von Franz Schubert | japanische und bayerische Volkslieder Klang- und Textbilder Masako Ohta und Ruth Geiersberger

Info unter Pressetext

Kurzkritik SZ, 22. März 2016, 18:57 Uhr

 

 

 

Eine lecture zum Projekt „über ge setzt“

Nach einem intensiven auftrittsreichen Aufenthalt in Japan lassen sich die Künstlerinnen Ruth Geiersberger (Performance), Martina Koppelstetter (Gesang)
und Masako Ohta (Klang) beim Weiterentwickeln Ihres Projektes über die Schultern schauen.
Sie zeigen Momente aus Yoko Ogawas „Der Ringfinger“ und u.a. Kompositionen von Nikolaus Brass.
Diskussionen, Texte und musikalische Handlungen, umkreisen die Möglichkeit und Unmöglichkeit von Kommunikation.

Begleitet vom Filmmaterial Severin Vogls, der das Trio bei seiner Recherche in Japan beobachtet hat.

In der Bayerische Blindenhörbücherei (BBH)
Lothstrasse 62/ 80335 München

am Donnerstag, 26. und Freitag, 27. November 2015
um 20 Uhr

Reservierung unter: 089/1215511 oder
email: info@bbh-ev.org

Kritik aus Japan

 

 

 

Metal, Word and Wire

zeitgenössische und dadaistische Lyrik:
die Ursonate von Kurt Schwitters, über das nichts von John Cage und eigene Sprachgeburten trifft auf: improvisierte und experimentelle Musik

wann fällt der Inhalt aus dem Wort? wie verbindet sich gesprochene Klanglichkeit mit Musik? wo wird der Text zur Musik, das Wort zum Ton … und umgekehrt?

ein spannender Dialog zwischen Texten von Schwitters, Cage und Lentz – vorgetragen, vorgeflüstert, vorgezwitschert, vorgeschrieen von Ruth Geiersberger – und Spontankompositionen von Geoff Goodman
und Ardhi Engl 

miTim – eine Porträtskizze über langsame Stille und lautes Innehalten Theater Thikwa

Von und mit: Ruth Geiersberger, Tim Petersen,
Klaus Janek, Frank Schulz |
Konzept und Regie: Ruth Geiersberger | Musikalische Leitung: Klaus Janek | Bühne: Isolde Wittke | Kostüme: Heike Braitmayer | Lichtdesign: Katri Kuusimäki

 

im Theater in den Mühlenhaupthöfen | Fidicinstraße 40 |
10965 Berlin-Kreuzberg

EINSAMKEITEN – EIN VERSUCH ÜBER DIE ZWEISAMKEIT –

die Liebe-Sex-Performance
Konzept und Regie: Ruth Geiersberger

Der Theaterraum ist ein Kabinett der gelebten Liebe, bewohnt von Stofftieren und aufblasbaren Gummipuppen. Dazwischen die Protagonisten, die sich in zarte, heftige, verzweifelte, leidenschaftliche und anrührende Monologe, Gespräche und Situationen stürzen. Aus Zwitterstunden werden Zwitscherstunden, wenn die Schmusetiere zur Maske mutieren, mittels der man inkognito in seine Sehnsüchte und Abgründe tauchen kann. Halt bietet nur eine immer weiter wachsende Häkeldecke, der Inbegriff einer Bürgerlichkeit, die vermeintlich Schutz ausstrahlt. Was bleibt ist Erinnerung, die sich verschiebt und verändert. Wer sehnsucht – der findet.

Mit: Nico Altmann, Heidi Bruck, Louis Edler, Max Edgar Freitag, Mereika Schulz, Wolfgang Ullrich | Bühne: Isolde Wittke | Kostüm: Heike Braitmayer | Lichtdesign: Katri Kuusimäki

 

sososososo

AndachtsÜbungen

denn „so“ heißt in Deutschland das gleiche wie in Japan, nämlich „so“

im September 2013
alle Infos dazu unter Blog www.sososososo.de

es grünt so grün

Ruth Geiersberger & Komplizen

„Die Prinzessin auf der Erbse“,
„Der Frosch König“,
„Das Myrthenmädchen“
umrankt von diversen Betrachtungen zur Farbe „grün“

am Freitag, 24. Mai 2019
um 20 Uhr / Einlass ab 19:30
im Botanischen Garten München – Nymphenburg/ Menzingerstrasse 65

Immer wieder performative Verrichtungen im Museum für Ägyptische Kunst/ München – etwa

aus um ein Zug

im Juni 2013.

Eine Prozession zum Umzug des Museums für Ägyptische Kunst in München in die neuen Räumlichkeiten Eine Zusammenarbeit mit dem Choreographen Stefan Dreher und der Direktorin des Museums Frau Dr. Syivia Schoske

Jetzt Film Ein – Um – Aus – Zug 2013
auf YOU TUBE anschauen

Und jetzt 

Verrichtungen über das Warten

Sitzen nun alle da und warten. Männer und Frauen, und alles vergessen, auch der eigene Beruf, das eigene Gesicht. Sitzen da und warten. Warten immerzu. Aufs Dessert. Aufs nächste Spiel (aus „Er ist nicht mehr da wenn er da ist“ von Urs Faes).

Ruth Geiersberger mit Martin Pfisterer, Klaus Janek, Wolfi Schlick, Manuel Heyer, Egmont Körner und Judith Hummel.

UND JETZT Von 25. bis 29. Januar 2011 präsentiert die Münchner Künstlerin Ruth Geiersberger im i-camp ihre neue Arbeit UND JETZT – Verrichtungen über das Warten. Gemeinsam mit dem Schauspieler Martin Pfisterer, den Musikern Klaus Janek und Wolfi Schlick, dem Videokünstler Manuel Heyer, dem Betreuer Egmont Körner und der Journalistin Bettina Stummeyer untersucht Ruth Geiersberger das Phänomen des Wartens: Die Zeit ist angehalten, und trotzdem will man sie vertreiben oder meint sie sinnvoll füllen zu müssen, mit Spielen, einem Tänzchen, dem Rezitieren von Texten. Was bleibt, wenn wir uns nicht mehr erinnern? Nur im Augenblick sein und auf den nächsten Moment warten? Heißt leben: sich erinnern? Was sieht jemand von der Welt, der nur auf dem Rücken liegt?

München/Berlin

Kritiken:
SZ 27.1.2011 – PDF
AZ 29.1.2011 – PDF

vogelfrei

— ein Hörstück live. Im Rahmen des „NO LIMITS“ Theaterfestivals.

Idee, Konzept und Regie Ruth Geiersberger in Zusammenarbeit mit dem Theater Thikwa / Berlin

Ursprünglich bedeutet das Wort vogelfrei einfach nur frei sein wie ein Vogel. Viel später verbindet man damit auch gesellschaftliche Ächtung.

In diesem „Hörstück live“ erschaffen wir Handlungsräume zum Thema Selbstbestimmtheit und Manipulation. Eine Stimme aus dem Off schreibt sehr bestimmend vor, was dafür zu tun ist. Bald können die Spieler den Anweisungen nicht mehr folgen. Sie beginnen sich ihre eigenen Welten zu kreieren. Grillen zirpen, Feuer lodert, Schritte knirschen im Schnee – Geräuschlandschaften, die nur durch das Hören lebendig werden. Inspiriert durch die Arbeit mit dem Film-Geräuschemacher Max Bauer kann man die Protagonisten dabei beobachten, wie sie den Sound ihrer ersehnten Idylle herstellen…

…Ist das nun Freiheit? Freiheit des Spielers – Freiheit des Zuschauers?
Ist es das, was man erstrebt?

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hab! Seligkeiten dürfen auf dem Sockel

An den Tager der offenen Tür im Juli 2011, konnten Besucher Habseligkeiten in die neuen, noch leeren Raume des Ägyptischen Museums mitbringen. 

Es ging um etwas Alltägliches, ein Buch, ein Schmuckstück, ein Kochtopf, ein Kleidungsstück, ein Hocker, eine Tasche…, ein Ding, an dem etwas Herzblut, eine Geschichte, eine Erinnerung, eben ein Stück gelebtes Leben hängt!

Fotos und weitere Informationen unter http://www.specials.smaek.de/verrichtungen/

Die letzten Dinge

 Hörspiel live in der Dunkelheit eines Museums für drei Sprech-Stimmen und einen Kontrabass von und mit Ruth Geiersberger in Zusammenarbeit mit Martina Couturier, Martin Pfisterer (Sprech-Performance) und Klaus Janek (Kontrabass und Komposition)

Staatliches Museum Ägyptischer Kunst München Residenz
im Januar und November 2009
„opening“Festivals in Trier
Gastspiel im Nov 2009

Heinrich tanzt

Grenzen

Künstlerische Leitung: Rafaele Giovanola, Ruth Geiersberger, Rainald Endrass sowie
Tänzer und Trainingsleiter aus Staatsballett und
Tanz & Schule

Choreographie: Das Team aus Künstlern und allen beteiligten Schülerinnen und Schülern

ATTACCA – das Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters, Schirmherr Kent Nagano,
Leitung Allan Bergius  

Idee/Konzept: Bettina Wagner-Bergelt

 

Rollatorenkonzert

Geiersberger/ Müller/ Siegfried für Chor und Geräuschkulissen

Sept 2008
Gastspiel Sept/ Okt 2010
auf dem Festival “Herzrasen” in Hamburg

musikalische Interventionen
Hörprobe
durch die Münchner Innenstadt
www.rollatorenkonzert.de

Soiz in da Suppn

Eine münchner Idyllenstudie von und mit Ruth Geiersberger (Verrichtungen) und Sebastian Dickhaut (Koch und Autor) im Wo(hn)Wa(gen) als mobile Koch und Verspeisstelle.

An historischen Plätzen der Stadt wird ein mobiles Idyllenlabor aufgebaut, in dem Münchner, Deutsche und Gäste aus aller Welt studiert werden. Im Kern des Experiments stehen drei Begriffe, die für diese Stadt stehen: Essen, Trinken, Urlaub.

Nachlese zu

„Soiz in da Suppn“—

Juli 2008
ein Film der Küchengötter
www.Kuechengoetter.de/Video/TV

3 Gesang – kimmt sche hoamli die Nacht

 (eine Spurensuche)

Die Performerin Ruth Geiersberger und die Sängerin Martina Koppelstetter treffen sich mit dem Kochler Zitherspieler Georg Glasl zu einem bayerischen Dreigesang.

Die alten Lieder mit all ihrer Sehnsucht und frechen Lebensweisheit bilden den Ausgangspunkt und die gemeinsame Kommunikationsebene.
Von dieser Basis aus experimentiert das Trio mit den Ausdrucksmitteln der neuen Musik, komponiert von Bernhard Lang und Annette Schlünz, Lautenliedern
von John Dowland und Texten u.a. von Roider Jackl, Ludwig Thoma, Thomas Bernhard

Die Volksmusik wird weder ausgestellt noch persifliert, sondern ernst genommen, weil sie wohltuend ungeniert menschliche Urbedürfnisse und Sehnsüchte nach Liebe, Lust und Einsam-Zweisam-Mehrsamkeiten behauptet. Abgeholt von Neuer Musik und Texten gelingt es im Hinterfragen, Verdrehen und Verwirren die Gesänge in andere Zusammenhänge zu stellen. Das ermöglicht ein Innehalten, ein genaues Zuhören und möglicherweise eine Verschiebung des Blickwinkels, eine Veränderung von Sichtweisen.

pdf datei SZ Vorankündigung
pdf datei SZ Kritik

Im Abseits – Boxenstopp

„Im Abseits-Boxenstopp“ ist eine Reaktion auf das Phänomen Fußball. Es geht um den Einzelnen, der in die Masse eintaucht, mitschreit, um die Helden anzufeuern, um die Verlierer fertigzumachen, um vermeintlich ein bißchen Held zu sein, und sich selbst dabei zu spüren. Ruth Geiersberger nimmt Bezug auf diverse Zeitungsartikel, wo beschrieben wird, wie dem männlichen Fan die Möglichkeit gegeben werden soll, in einer sogenannten „Verrichtungsbox“ den Druck der aufgestauten Libido abzulassen.

Als Verrichtungsspezialistin stellt die Künstlerin ihren Wohnwagen am Rande des Geschehens auf: Wie eine Feldforscherin im Abseits beobachtet sie den vorbeiziehenden Probanden (bzw. Probandin, es gibt auch weibliche Fußballfans) aus der „Box“ heraus, führt ihm volkstümliche Liebeswerbung (Schuhplattler) vor, und läßt ihm ihre Art der Liebesdienste angedeihen:

„Liebes-Dienste“ am Passanten

Berührungen: Schweiß abtupfen, eine Kurzmassage anbieten, den Fan-Schal neu binden; schreien, weinen und jubeln lassen; erlernen eines Schuhplattelschrittes, u.v.a.m. Die akustischen Ergüsse werden auf Band aufgenommen und dienen als musikalische Untermalung beim Schuhplatteln: „Schuhplatteln“ bis zum Umfallen

Rausgeworfen aus dem Eröffnungsprogramm der WM, dürfen, ja sollen die bayerischen Volkstänzer im Abseits ihren Werbetanz ausführen, immer wieder, bis zum Umfallen, bis zur totalen Erschöpfung.

Mit im Abseits stehende Gäste:
Die Musikband „ g.rag und die landlerg’schwister “
(g.rag ist bekannt durch die Filmmusik für die Serie „München 7“) stellt an drei Tagen eine Art musikalischen Schutzraum her.

Jan Schulz beobachtet, sammelt Fundstücke, die am Straßenrand während der WM liegen geblieben sind, weckt sie ein und bespricht sie.

Ruth Geiersberger, Ulrich Müller (Klangarbeit), Claudia Karpfinger (Ausstattung), Volkstanzgruppen und Verrichtungsgehilfen

Während der WM 2006 täglich von 15:00 bis 19:00 – in (und um) eine mobile Box

3./4. Juli 06 im Marienhof, 5./6./7. Juli 06 am Prof.-Huber-Platz (U-Bahn-Universität).

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der
LH München  

strasse 65

Hab!Seligkeiten — Stand der Dinge

Ein leerstehender Laden, zwei Akteure, die das Spiel-
material entgegennehmen. Es kann ruhig ein bisschen
weh tun, etwas aus dem Besitz freizugeben. Jeder Kunde erhält für den gebrachten Gegenstand ein Zertifikat, das als Eintrittskarte gilt. Die Lieblingsvase trifft hier vielleicht auf den ungeliebten Teddybär, daneben … eine alte Saftpresse…?

Es entwickeln sich neue Beziehungen, Ansichten, Spannungsfelder, Klangbilder. Die Verrichtungs­spezialistin Ruth Geiersberger und der Maler Marc Rohweder gehen mit den
abgegebenen Dingen um, besprechen und bewerten sie, erstellen neue Räume und Spielfelder, erzählen Geschichten, diskutieren mit dem Philosophieprofessor Ulrich Winko, machen Fehler, produzieren Missverständnisse. Sie lassen sich von den Dingen und Konstellationen über-raschen und erfinden immer neue Herangehensweisen. Der Komponist Walter Fähndrich versucht indes, den Klangräumen der Dinge nachzuspüren.

„Hab!Seligkeiten – Stand der Dinge ist ein Projekt, das sich mit den persönlichen Alltagsrelikten unserer Gesellschaft beschäftigt. Die uns umgebenden, übriggebliebenen Dinge spiegeln unsere Befindlichkeiten. Sie konservieren und komprimieren Erinnerungen – sie sind Lebenszeit-Brühwürfel.“

Ruth Geiersberger

gib mir ein ding von dir

Hab!Seligkeiten wieder auf Reisen

Worte über die Dinge 
Bruchstücke von Leben…

ich nenn ihn Patron
hat mir nicht unbedingt Glück gebracht, obwohl er sollte
jetzt muss er weg

sieht echt aus ist aber nicht echt hat mich schwer beeindruckt
warum beeindruckt einen etwas zu einer bestimmten Zeit oder man findet es toll oder braucht es einfach unbedingt und dann einfach nicht mehr
aber wegwerfen konnte ich das da einfach nicht

ich habe nicht lange überlegt ganz spontan habe ich ihn aus der Schublade geholt und hierher gebracht……..

…eigentlich sind wir ja jetzt in dem Alter wo man einfach keine Dinge mehr anschaffen möchte…eigentlich sollte man jeden Tag etwas weggeben

na dette hab ick nun sieben Jahre lang jeden Tag uff Arbeit jetragen
da kof ick mir  n Neues
is Arbeitsschweiß drinne

als meine Mutter ins Heim musste habe ich aus der Wohnung, die aufgelöst wurde, einige Dinge wieder herausgeholt die ich als Jugendlicher meinen Eltern geschenkt hatte
ich mochte diese Sachen sehr, hatte mir immer viele Gedanken bei der Auswahl der Geschenke gemacht
von meinen Eltern wurden sie aber nie richtig gewürdigt
meistens stellten sie diese Dinge in eine Ecke und dort blieben sie auch
ich muss sagen, dass  mich das traurig machte,
na und jetzt sind ein paar dieser Dinge, an denen also ein ganz besonderer Herzschmerz haftet wieder bei mir und eines davon gebe ich nun hierher…..

von Shambala
der Glück bringt
er ist 2003 gestorben und liegt jetzt bei mir im Garten unter einem Baum
ich besuche ihn manchmal
ein Kristallglas Zapfen hängt über ihm und wenn die Sonne da hineinstrahlt gibt es wunderbare Lichtspiele
und da ist ein Haar von seinem Schnurrbart

immer wenn ich bei der Oma war hab ich mich dahin gestreckt und immer war etwas drin etwas Süßes
es war immer das erste, was ich gesehen habe
ich bin damit groß geworden

wenn  die Liebe vergeht
wenn eine Liebe sich abwendet
wenn eine Freundin stirbt
es sind immer Vorboten des eigenen Todes
SchmetterlingeSchmetterlingeSchmetterlinge

da steht er nun der Bilderwerfer Jahrgang 1970 sieht aus wie neu
wirft keine Bilder mehr aus vergangenen Tagen an die Wand ist ruhig geworden
da ist viel Trauer über das Vergangene

der Mann, der hat immer gedrechselt und geschnitzt, wenn’s ein Geschenk brauchte
sie läuft noch mal schnell heim und holt was gedrechseltes

die Mama ist im Krieg aus Danzig geflohen, hat die vier ins Leiterwägelchen gepackt und sie gerettet

 

Schneewittchenverrichtungen

 – im Alter der b.St.(stimmhaft)

Die Performerinnen Ruth Geiersberger und Martina Couturier verarbeiten in Schneewittchenverrichtungen – im Alter der b.St. (stimmhaft) die gesammelten Erfahrungen des Ablebens. In Anlehnung an den Märchenstoff wenden sie sich einem hochbrisanten Themenkreis zu: Zwei Schneewittchengestalten im Alter der bösen Stiefmutter sehen sich im Spiegel der Zeit und sind konfrontiert mit Phänomenen rund um den Begriff des Alterns.

In multimedialer Bearbeitung stellen die beiden Künstlerinnen mit Versatzstücken des Märchens Bezüge zu aktuellen, gesellschaftlichen Erscheinungen her. Es geht um Schönheitswahn und Alterungsprozeß, Jugendkult und
Alterslosigkeit, Generationenkonflikt und Überalterung
und, sonst wäre es kein Märchen, um Sehnsüchte und
das Warten auf Erfüllung.

Chansons d `Amour

Liebende sind wie Schiffbrüchige auf der Suche nach einem Halt, nach Gewißheit. Sie sind einsame Wartende, die wie Treibgut isoliert voneinander mal hier mal dort angeschwemmt werden. Sie versuchen, trotz der Enge Raum zu besetzen, Dinge zu verrichten und den eigenen Gedanken nachzuhängen: Erinnerungen, ein unerwarteter Gefühlsausbruch, ein paar Zitate. Die Seele bahnt sich einen Weg über den Gesang, gibt sich hier ganz ungeschützt preis, und zeugt von Verwunderung. Stimmen, Geräusche, Klänge führen uns auf eine akustische Reise durch die unterschiedlichsten Äußerungsformen, in denen Liebe sich ausdrücken kann.

Die Verrichtungen der sieben Darsteller konzentrieren sich auf einen Tisch mit Unterwasserlandschaft en miniature, um welchen die Besucher herumgehen und ihnen über die Schulter blicken können. Per Video erhalten sie Ausblicke in weitere Räume – das ist und bleibt aber bloße Projektion. Hinzu kommen Texte aus der Wissenschaft und der Literatur. Das Musikalische liegt jenseits der Ratio, die sich als Leitfaden die „Fragmente einer Sprache der Liebe“ nimmt.

MATCH

MATCH ist eine Versuchsanordnung.

Ruth Geiersberger und Ulrich Müller gehen der Frage nach den komplexen Mechanismen von Macht, Schuld und Sühne nach. Eine Turnhalle als Mikrokosmos für ein inszeniertes „Match“. Die Akteure auf dem Spielfeld agieren sowohl als Kommandeure als auch als Spieler und tauschen ihren Part nach festgelegten Prinzipien.

Die Kommunikation zwischen diesen wird dabei auf verschiedene Weise manipuliert und sabotiert, denn keiner der Agierenden bekommt jemals den Blick über das ganze Spiel geboten. Alle Spieler sind bei ihren Entscheidungen auf Lageberichte angewiesen oder auf den Bildausschnitt, den ihnen Kameras bieten. Keiner weiß, ob die Information, die sein Handeln motiviert, der Wahrheit entspricht oder manipuliert ist. Die „Subversion“, die diesem Spiel mit der Macht zugrunde liegt, ist für den Zuschauer um so durchschaubarer, je mehr er zum Geschehen auf Distanz geht.

Je näher der Zuschauer kommt, desto mehr wird er ins Detail der einzelnen Aktion verwickelt. Sogenannte Bekenntniskabinen in der Mitte des Spielfelds geben ihm die Möglichkeit mit einem einzelnen Akteur in einer Art Beichtstuhlsituation in Kontakt zu treten. Literarische Textzitate zum Thema Macht, Schuld und Sühne werden als „Bekenntnis“ gesprochen.

Die Blumen

Tabuthema Tod …

… eine subtile Annäherung der Performerin Ruth Geiersberger und des Klangkünstlers Ulrich Müller an diesen stets präsenten, doch vielfach verdrängten Aspekt des menschlichen Daseins.

 

In der Idylle des Botanischen Gartens sitzt eine Gruppe von sechzehn Menschen hinter einer Absperrung auf einer Wiese. Sie wirken merkwürdig vereinzelt, denn alle tragen Walkman und Ohrhörer. Wer sich ihnen nähert, hört sie Texte nachsprechen, die vom Tod handeln. Der Besucher, der die Wiese betritt, taucht mehr und mehr in ein Klanggeflecht aus Text und Geräusch ein. Die Art seiner Annäherung löst kleinste mimische und gestische Veränderungen bei den Akteuren aus. Eine Minimalchoreographie aus Reiz- und Reaktionsmustern entsteht und doch verlieren die Darsteller nie die Scheu und die Distanz, die dem Inhalt ihrer Texte entspricht.

Zerstört der Tod die Idylle oder ist er immer auch Bestandteil davon?

Der Besucher hat jedenfalls die Chance, selbst zu bestimmen, wie weit er sich dem Thema im wahrsten Sinne des Wortes nähern will. Er kann durch die Gruppe der Sprecher flanieren, oder kann sich die Installation von einem Hügel im Alpinum aus mit einem Fernglas betrachten.

Soloverrichtungen

Lesungen

Verrichtungen im Raum, mit flüchtigen Gesängen-
auch im privaten Salon – zu folgenden Themen:

  • Warten (bitte warten)
  • Andenken Glück (Schenkungen)
  • Reisen (das eigentliche Unglück des Menschen)
  • Heimattigkeit (Spurensuche)
  • Frauen außerhalb (Texte von Therese von Lisieux, Christine Lavant und Yoko Ogawa)

Wartungen

in leeren Räumen

Vortragsstörungen